Am 17.02.2020 bekam die Klasse 7.2 im WuN-Unterricht Besuch von der Kindernothilfe. Nach der Anmeldung bei dem Projekt "Aktion Kidz" luden wir Herrn Pfau, der zu uns aus Dortmund anreiste, an unsere Schule ein. Jedes Jahr wählt die Kindernothilfe ein Land aus, welches im Fokus der Kampagne steht und zudem durch Schulen und andere Einrichtungen besonders unterstützt wird. Dieses Jahr geht es um Äthiopien. Hier ist Kinderarbeit weit verbreitet und wird für die Gesellschaft zum generellen Problem.
Schnell begeisterte Herr Pfau die ganze Klasse. Zu Beginn sollten wir uns räumlich auf die verschiedenen Kontinente verteilen, um die Verteilung der Weltbevölkerung abzubilden. Anschließend bekamen wir 23 Schokotaler, die wir unseren Vermutungen entsprechend so auf die Kontinente aufteilen mussten, dass deutlich wurde, wieviel der weltlichen Gelder jeder Kontinent zur Verfügung hat. Das war nicht nur spannend, sondern auch appetitanregend. Afrika hat erschreckend wenig Geld.
Zudem konnte Herr Pfau, der selbst nach Äthiopien reiste, um Bild- und Filmmaterial zu sammeln und um einen persönlichen Einblick in die Situation vor Ort zu gewinnen, uns durch Fachwissen informieren und aufklären, damit wir selbst zu "Experten" des Themas werden können. Er erzählte der Klasse, wie die Menschen in Äthiopien leben und stellte uns deren Lebensweise mit Bildern und Videos vor. Beispielsweise berichtete er uns auch von einem sechsjährigen Mädchen namens Abeba. Kinder werden in Äthiopien verkauft. Sie arbeiten in fremden reicheren Familien als "Quenja", sogenannte Kindersklaven. Häufig werden Kinder und Frauen auch missbraucht und vergewaltigt, weshalb in Äthiopien vor allem junge Mütter häufig auf der Straße leben. Einige Geschichten haben uns bewegt und zum Nachdenken angeregt.
Und was macht die Kindernothilfe konkret? Sie hilft z.B. Frauen, eine Selbsthilfegruppe zu bilden, damit diese möglicherweise eine eigene Geschäftsidee entwickeln. Hilfe zur Selbsthilfe! Außerdem ermöglicht sie Kindern bessere Bildungsmöglichkeiten, indem Kindergärten und Schulen gebaut werden. Drittens unterstützt die Kindernothilfe auch besondere Schutzzentren, damit Kinder und Jugendliche von der Straße geholt werden und an einem sicheren Ort beherbergt werden können.
Wir danken Herrn Pfau für sein Kommen und freuen uns, dass wir mit unserer Aktion am Tag der offenen Tür Spenden sammeln können, um Kindern in unserem Alter in Äthiopien zu helfen. Kommt am Tag der offenen Tür gern bei uns vorbei und informiert euch! Wir freuen uns auf euch!
Von Caroline Petrick, Annabell Pilz und Frau Niemann







Diese Schule ist eine Bildungseinrichtung des Landkreises Wolfenbüttel